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Am 1. Februar fand im Rahmen des Geschichte-Wahlpflichtfachs ein Lehrausgang zu einer Ausstellung zum Thema „Kindersoldaten“ im Heeresgeschichtlichen Museum statt.
Wir nahmen dort an einer Führung teil und hatten im Anschluss daran die einmalige Möglichkeit, mit dem ehemaligen Kindersoldaten Kon Kelei aus Afrika zu sprechen, was für uns alle eine sehr einprägsame Erfahrung war.
Das Thema „Kindersoldaten“ ist ein sehr grausames, und unsereins kann sich ein Leben als Kindersoldat sicher nicht vorstellen. Erschreckend ist auch das Ausmaß des Problems: Zur Zeit sind etwa 300.000 Kinder zwangsweise an 30 verschiedenen Kriegen beteiligt, vor allem in Afrika, Lateinamerika und Asien. Trotz dieser hohen Zahlen wird kaum über das Schicksal dieser Kinder berichtet.
Um sie zu absolutem Gehorsam zu erziehen, werden die schrecklichsten Methoden eingesetzt: Oftmals müssen sie zwecks Abstumpfung die eigenen Freunde oder die eigene Familie umbringen, auch sonst werden sie brutalisiert und entmenschlicht - also einer Gehirnwäsche unterzogen. Üblich ist auch die Verabreichung von Drogen, zum einen, um sie risikobereit, schmerzunempfindlich und kampfwillig zu machen, zum anderen, um eine starke Abhängigkeit zu erreichen und ihnen so die Flucht zu erschweren. Im Fall von Ungehorsam oder versuchtem Entkommen werden die Kindersoldaten umgebracht, zumeist erzwungenermaßen von den eigenen „ Freunden“. So etwas wie Freundschaft oder Liebe wird von den Anführern meist gar nicht geduldet. Vergewaltigung gehört für viele zum „Alltag“.
Beim Anwerben von Kindersoldaten wird oft ihre familiäre und soziale Situation ausgenutzt (z.B. der Wunsch nach Rache wegen eines ermordeten Familienmitglieds), sodass sie quasi freiwillig mitkommen. Natürlich werden die meisten aber gezwungen.
Bei einigen Kriegen kommt es sogar vor, dass die Kinder in sie verwickelt werden, ohne dass der Krieg auch nur im entferntesten mit ihnen und ihrem Leben zu tun hat. So zum Beispiel im Kokain-Krieg in Kolumbien, bei dem es hauptsächlich um den Drogenhandel mit der westlichen Gesellschaft geht.
Aber was kann jeder einzelne von uns eigentlich dagegen tun?
„Keep talking about it“, lautete die Bitte, die Kon Kelei an uns richtete, denn diese Kinder sind nicht verloren. Kon Kelei gelang es, zu entkommen, er praktiziert inzwischen als Anwalt und leistet Aufklärungsarbeit zu dem noch wenig bekannten Thema „Kindersoldaten“.
Text: Helene (7B) und Kathi (7D) |
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